Leise rieselt der Schnee

Heute hat es zum ersten Mal geschneit in Frankfurt am Main, und das sogar ziemlich stark. Eigentlich eine passabler Anlass, an diesem denkwürdigen Datum (eigentlich war es schon gestern), den ersten Beitrag auf dieses Blog zu posten, selbst wenn ich vom Schnee nicht viel hatte, weil ich viel zu lange geschlafen habe und dann einen Text für die Uni schreiben musste.

Aber egal. Um diesen feierlichen Anlass weiter auszugestalten, folgt nun ein Gedicht von Charles Baudelaire in der Übersetzung von Stefan George, das zu dieser Jahreszeit passt:

Nebel und Schlossen

Herbstende! winter! frühling mit schlammigem eise!
Ihr schläfernden zeiten des jahrs – ich liebe und preise
Was mein gemüt und meine gedanken umgab
Mit dunstigem leintuch und mit verschwommenem grab.

Spielt in der ebne der kalte sturm und der reiser
Und wird in langen nächten die windfahne heiser:
Dann öffnet – wie nie in lauer frühlingszeit -
Die Seele ihre rabenfittiche weit.

Nichts süsser für ihn dem alles erfüllt ist mit trauer
Und der seit langem in eurem reife gefriert-
Ihr bleichen Himmel die ihr unsre länder regiert-

Als dieser beständige anblick von dämmer und schauer.
- Nur schläfern wir manchmal an mondlosem abend zu zwein
Auf einem gewagten bette die schmerzen ein.

Sämtliche Werke in 18 Bänden. Bd. 13/14: Baudelaire. Die Blumen des Bösen. Umdichtungen

Dieses Gedicht gibt zwar weder meine aktuelle Stimmungslage noch (leider?) meine aktuelle Lebenssituation wieder, aber ich finde es trotzdem passend.

Die lachende Kuh kann hiermit zu kichern beginnen!


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