Sartre goes Gegenuni

Wie ja schon angekündigt, werden einige Veranstaltungen unserer Sartre-Reihe im Rahmen der diesjährigen Gegenuni im Institut für vergleichende Irrelevanz stattfinden.
Hier noch einmal diese Veranstaltungen mit den jetzt feststehenden Terminen im Überblick:

Freud (Freud – The secret passion, 1962) – Film und Diskussion

Der unter der Regie von John Huston gedrehte biographisch orientierte Film über Freud basiert auf einem Drehbuchentwurf Sartres. Er stellt nicht nur eine gute allgemeine Einführung in die Psychoanalyse dar, sondern bietet auch Anlass, allgemein über Sartres Verhältnis zur Psychoanalyse zu diskutieren.

4.5. 19:00

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Sartre und der Marxismus – Vortrag von Christoph Zwi

Obwohl Sartre sich selbst als marxistisch inspiriert begriff, war er auch von undogmatischer Seite stets mitunter harscher Kritik ausgesetzt. Diese soll am Beispiel der Kritik des „orthodoxen“ Georg Lukács und der „extremistischen“ Situationistischen Internationalen dargelegt und diskutiert werden.
Der Referent ist u.a. als Mitglied des Autorenkollektivs BBZN (Situationistische Revolutionstheorie. Eine Aneignung) bekannt.

Verschoben auf Donnerstag, 20.5., 17:00 Uhr

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Sarte über (sexuelle) Begierde – Lektüreworkshop

In seinem philosophischen Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“ analysiert Jean-Paul Sartre u.a. auch die „konkreten Beziehungen zu Anderen“: Liebe, Sadismus, Masochismus, Sprache, Hass, Gleichgültigkeit – und auch sexuelle Begierde. Die Lektüre dieses relativ kurzen Abschnitts hilft nicht nur, den Feminismus Simone de Beauvoirs besser zu verstehen, sondern wirft auch grundsätzlich die Frage auf, in welchen Begriffen sich das (anscheinend) in der „conditio humana“ selbst angelegte Phänomen der Sexualität am besten beschreiben lässt: in Begriffen der Biologie, einer biologisch fundierten Psychologie, der Sozialwissenschaften – oder eben, wie Sartre vorschlägt, einer philosophischen Anthropologie, die die Sexualität nicht als kontigentes biologisches Phänomen, sondern als grundlegende Verhaltensweise zum „Anderen“ begreift. Eine Verhaltensweise zumal, die immer Bestandteil eines Entwurf, einer freien Selbstwahl des Individuums, und nicht Produkt irgendwelcher Determinationen ist.

Lektüre: J.-P. Sartre: Das Sein und das Nichts. Hamburg 2009, S. 669-696. [eine Kopiervorlage wird im Arbeitsraum des IVI ausliegen]
13.5. 16:00 // 16.5. 17:00

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Das aktualisierte Programm zum Download.

Mehr Infos zur Gegenuni, die natürlich im gesamten ganz toll und besuchenswert ist.


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