Archiv für April 2011

Hört, hört!

Sozusagen als kleiner teaser für die großartigen Vorträge, die noch folgen werden, hat das audioarchiv die ersten beiden Vorträge der Veranstaltungsreihe Existentialism revisited online gestellt. Vielen dank!

Join the revolutionary Starfleet/MitspielerInnen gesucht! Part 3

Part 1
Part 2

Nur durch Missirunning habe ich es geschafft aus meinem monatelangen finanziellen Dauertief unterhalb der 50 Millionen ISK herauszukommen. Inzwischen ist meine Drake (Caldari T1 BC) vernünftig ausgeskillt und die Maelstrom (Minmatar T1 BS) läuft rund, nachdem ich einige Zeit, Skillbücher und Übung in die 800mm „Scout“ Repeating Artillery-Bewaffnung gesteckt habe, die mir anfänglich wegen ihrer stark differierenden Trefferquote noch arge Probleme bereitet hatte. „Angel Extravaganza“, die Mission die mir in letzter Zeit sehr oft von meinen Stammagenten (LvL4, +18 und LvL4, -10) analog angeboten wurde, bewältige ich inzwischen in zwei Stunden. Dieser Umstand hat mir ein bescheidenes Vermögen von 400 Millionen ISK eingebracht. Schön.
Seit gestern jedoch ist meine Glückssträhne offensichtlich vorbei. Beide Agenten (in der Entfernung von 10 Warp Sprüngen sind keine weiteren vernünftigen LvL4 Agenten von der Caldari-Navy zu finden) bieten mir nur noch Scheissdreck an. „Der Angriff“ ist die Seuche: Zwei dreiste Web-Scrambler und einige Drohnenkiller (die sofort nach dem Spawn der ersten Welle auf die Einsatzdistanz von 8 Km gehen, so das ich jede Sekunde in einer solch kritischen Situation Scrambling erwarten muss und genötigt bin sie sofort abzuschießen oder aus der Anomalie herauszuwarpen), die wegen vier T2 Faction-Golems nur schwer zerstört werden können. Danach acht T2 Battleships und sieben T2 Cruiser. Zu allem Unglück jammen die Golems von Anfang an im Kanon. Eine kontinuierliche Zielaufschaltung über 15 Sekunden ist kaum möglich. Das massive Heavy Aussault Missile- und Cruise Missile-Feuer zwingt einen permanent zurück an das Gate, ohne das man die Möglichkeit hat auch nur eine Rat zu zerstören. In vier Stunden habe ich es geschafft die Scrambler und weitere drei Schiffe abzuschießen. Mehr nicht. Die Rats waren nach meiner Erholungsphase immer wieder auf 100%, weil ich während meiner kurzen Angriffe nicht einmal an die Struktur herangekommen bin.
Ich war am Ende so frustriert, dass ich auf mein gutes Faction-Standing verzichtet habe und die Mission unterhalb der CDT ablehnte. Dadurch bin ich bei dem LvL4, +18 Agenten in Ungnade gefallen und bekomme nun keine Aufträge mehr. Verdammichtnochmal. Elend. Fuckscheisse verfickte.
Ich hab dann meine Strategie zum Gelderwerb gezwungenermaßen geändert. Da die Aktivitäten meiner Corp im WH der Allianz aktuell gegen Null gehen, lag zunächst Trading am nächsten. Nach einer stundenlangen Einarbeitung wurde mir klar das ich so auch nicht schneller zu den gewünschten 1,5 Milliarden ISK (für den von mir angestrebten strategischen T3 Kreuzer: Tengu) komme. Alles was ich anzubieten habe sind Armor Plates, gelootete Missiles und Faction Tags (Gold oder Brilliant sagt hier gar nichts über den Preis aus). Alles Ladenhüter. Fehlanzeige.
Blieb mir noch das Scanning. Es hätte ja sein können das ich einige Hideouts ausfindig mache und ein Nest der Rats als Headhunter angreifen kann, um das Kopfgeld einstreichen zu können. Ebenfalls Fehlanzeige. 50 Millionen ISK für das CovertOps-Schiff, Launcher und Probes und es konnte los gehen. Das Scanning war dann aber so langweilig und blieb ergebnislos, dass ich es nach acht Stunden wieder aufgegeben habe.
Zwei frustige Tage in EvE. Ein guter Grund heute Abend ein Menge Bier zu trinken. Das ich es meinen Kollegas im RL nur schwer begreiflich werde machen können, warum ich so schlecht gelaunt bin, nervt mich jetzt schon. Ich glaube ich denke mir einen Streit mit einer fiktiven Freundin aus.

to be continued…

Vom Agnostizismus

Ich bin zwar nur ein kleiner Arbeiter und kein toller Filosof, aber hab trotzdem das finale Argument gegen denjenigen Agnostizismus gefunden, der sagt: Wenn man Gott nicht erfahren hat, heißt das nicht, dass er nicht existiert – denn seine Nicht-Existenz kann man auch nicht beweisen.

Etwas, dass man (die Menschheit) nicht erfahren hat, wird man auch nicht benennen. Das Phänomen Gott hat man aber „erfahren“ und benannt. „Gott“ ist eine praktische Kategorie, Beschreibung eines wirklichen Phänomens. Nur war es nicht Gott, den man erfuhr und benannt hat – es war etwas anderes. Tendenziell konnten die meisten Phänomene, die man Gott zugeschrieben hat, auch mit naturwissenschaftlichen Mitteln besser(wirksamer) erklärt werden, z.B. die Existenz des Menschen, der unbestreitbar vom Affen abstammt. Oder der gutmütige monotheistische Gott mit Rauschebart, der sich als ödipale Projektion herausgestellt hat.

Wenn sich Erfahrungen Gottes in der Geschichte tendentiell als Irrtum herausgestellt haben, warum sollte man noch über die Möglichkeit seiner Existenz zu streiten? Ich schlage vor, eher über das (noch) Unbegriffene zu streiten.

Es macht einen großen praktischen Unterschied, ob man von Gott oder dem (noch) Unbegriffenen spricht. „Gott“ ist etwas, dass als unerklärlich fixiert werden soll: Man darf sich kein Bild machen, seine Wege sind unergründlich / unbeeinflussbar, letzendlich kann man als Gläubiger nur beten und auf Gnade hoffen … Dementgegen ist die Erfahrung eines „(noch) Unbegriffenen“ ein Anreiz zur Erforschung desjenigen Phänomens. Die Religionskritik ist die Voraussetzung für jegliche Kritik.

Die Theologie wäre – folglich – als Wissenschaft vom (noch) Unbegriffenen zu begreifen, „das, worüberhinaus nicht größeres gedacht werden kann“ als Platzhalter für etwas, das (noch) gar nicht gedacht werden kann.

Wie gesagt, bin nur ein Arbeiter, entschuldigt bitte also meine „Begriffshudelei“, bzw. korrigiert mich bitte.

Der Verfasser dieses Beitrags operiert auch ein eigenes Blog, K’s Kriegstheater, das vollgestopft ist bis zum Rand mit interessanten Ideen über den Weltverlauf.




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