Ein kleiner Beitrag zur OB-Wahl am 11. März

Diesen Sonntag, am 11. März, findet in Frankfurt wieder einmal die OB-Wahl statt. Angesichts gewisser heißer Themen (die Zukunft besetzter Häuser wie dem Klapperfeld und dem IVI, die Wohnungsnot, insbesondere für Studierende) halte ich es für sinnvoll, zur Wahl zu gehen, um zumindest zu verhindern, dass Boris Rhein neuer OB wird. Unter ihm, im Gegensatz zu seiner Vorgängerin Petra Roth, wird es insbesondere das Klapperfeld wohl schwer haben, seine ja sehr gute zentrale Lage zu behalten. Hinter der lächelnden softie-Fassade scheint bei Boris Rhein ein ganz schon harter (Schäfer-)Hund zu stecken. Im Grunde reicht zu dieser Erkenntnis bereits der Hinweis darauf, dass der Typ schließlich aktueller hessischer Innenminister ist. Innenminister gehören wohl geradezu naturwüchsig dem rechten Flügel ihrer Partei an. Darüber hinaus wird Rhein auf der Seite der jungen freiheit, bekanntlich die wichtigste Publikation der „Neuen Rechten“ im deutschsprachigen Raum, als Autor gelistet. Gibt man seinen Namen als Suchbegriff dort ein, findet man zwar keinen Artikel von ihm, was sicher aufschlussreich wäre, gewinnt dafür aber einen ganz guten Überblick, für was Rhein politisch so steht: für eine autoritäre Law-and-Order-Politik gegen „Terroristen“, bevorzugt Islamisten aber auch „Linksextremisten“. Für die Eindämmung derartiger staatsgefährdender Gruppierungen sind ihm selbst rechtsstaatsgefährdende Mittel recht. Angesichts dessen wirkt es schon wie eine Realsatire, dass sich Rhein auf seiner website damit brüstet, dass ein Artikel über ihn die Überschrift „Kein Minister, nur ein netter Mensch“ trägt. Wer ist nicht alles ein „netter Mensch“, zumal in der Politik.

Doch auch in seiner Zeit als Ordnungsdezernent hat sich Boris Rhein gezeigt, wes‘ Geistes Kind er ist. Aus diesem Artikel geht nicht nur hervor, dass der „nette Mensch“ einen Bürger als „Idiot“ beschimpfte, sondern auch, dass er für eine offensive (und teure) Politik des staatlichen Schutzes von Nazi-Demos steht. Auch an anderer Stelle steht er für ein Netzwerken von rechten CDUlern mit offenen Rechtsradikalen.

Woher er das alles hat? Anscheined ist er, wie im Artikel über die Tagung des „Instituts für Staatspolitik“ bereits angedeutet, Mitglied der Leipzig-Frankfurter Burschenschaft Arminia. Zumindest war er für diese Burschenschaft als Vortragender tätig.

Der wirksamste Weg zu Verhinderung Rheins ist wohl die Wahl einer der beiden aussichtsreichen Gegenkandidaten – Peter Feldmann von der SPD oder Rosemarie Heilig von den Grünen. Feldmann zumindest gehört, wie man hört, genau spiegelbildlich zu Boris Rhein gerade dem linken Flügel seiner Partei an und soll (ganz) früher sogar im „Exzess“ aktiv gewesen sein. Das macht ihn zumindest irgendwie sympathisch, gerade auch im Hinblick auf die erwähnten Probleme mit den besetzten Häusern in Frankfurt.


28 Antworten auf “Ein kleiner Beitrag zur OB-Wahl am 11. März”


  1. Gravatar Icon 1 johnny 08. März 2012 um 1:11 Uhr

    Hier der Link zu dem (?) Artikel, den B. Rhein für die JF geschrieben hat. Es geht um die Frage ob Joschka Fischer von seinem Amt als Außenminister zurücktreten soll.
    http://www.jf-archiv.de/archiv01/051yy07.htm

  2. Gravatar Icon 2 LW 08. März 2012 um 2:22 Uhr

    „…die Wohnungsnot, insbesondere für Studierende…“

    LOL!

    Hausaufgabe:

    1.) Nenne mir die Anzahl Studierender, die in Frankfurt obdachlos sind.

    2.) Zähle dann bitte eigenhändig die Anzahl Obdachloser, die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld oder sonstige Almosen enthalten, von Beruf Bettler sind oder ehemalige Fabriklohnarbeitssklaven in Niedriglohnsektoren waren.

    3.) Trage die genauen Zahlen in eine Liste ein, vergleiche sie, wälze den ganzen Klumpatsch in deiner eigenen Scheiße und fresse sie dann vollständig auf.

    4.) Erschieß dich danach bitte. Nehme dabei auch ruhig noch beliebig viele Mitstudierende in den verdienten Tod; ein prachtvoller Amoklauf mit allem drum und dran böte sich hierfür sehr gut an.

    5.) Vergiss nicht, vorher noch einen entsprechenden Abschiedsbrief zu bloggen! Credo: „Als Student bin ich wegen zu vieler Seminarbesuche obhirnlos geworden und ziehe daraus nun die Konsequenzen.“

    „Das macht ihn zumindest irgendwie sympathisch“

    Ja? Wie denn genau?

  3. Gravatar Icon 3 Thiel Schweiger 08. März 2012 um 14:11 Uhr

    @ johnny:

    Das ist ja lustig. Anscheinend schmückt sich die jw einfach mit dem Namen von B. Rhein.

    @ LW:

    „heiße Themen“ = „für mich persönlich unmittelbar relevante Themen“

    (dachte, das ergäbe sich aus dem Kontext)

    Die allgemeine Obdachlosigkeit ist natürlich auch ein wichtiges Thema. Ebenso wie etwa auch der Fluglärm.
    Wem diese Themen am Herzen liegen, der sollte auch nicht Boris Rhein wählen.

    „Das“ – das, was im Satz vorher steht.

  4. Gravatar Icon 4 Thiel Schweiger 08. März 2012 um 16:52 Uhr

    Hehe, ein so lustiger Verschreiber, dass ich ihn einfach mal unkorrigiert lasse. Gemeint ist im obigen Beitrag natürlich nicht „jw“, sondern „jf“.
    (Kann man schon mal verwechseln. :-" )

  5. Gravatar Icon 5 Nilpferd 09. März 2012 um 14:08 Uhr

    Ist ja lustig: die radikale Linke wirbt für die Wahl der SPD. Aus taktischen Gründen natürlich. Jaja.

  6. Gravatar Icon 6 Thiel Schweiger 09. März 2012 um 14:22 Uhr

    Hm, primär geht es mir eigentlich darum, aufzuzeigen, warum man Boris Rhein verhindern sollte. Wie man das am besten erreichen kann, ist sicher kontrovers.

  7. Gravatar Icon 7 Thiel Schweiger 12. März 2012 um 2:27 Uhr

    Juhu, es sieht schlecht für Boris aus: vgl

    Da freu ich mich doch am wenig und weiß auch, was ich am 25.3. zu tun habe. b-)

  8. Gravatar Icon 8 Klassischer Weg der studentischen Linken 13. März 2012 um 16:12 Uhr

    Typischer Werdegang der Studenten: Philosophie oder Soziologie-Studium --> „kritischeR StudentIn“-->angestrebte Uni-Karriere-->SPD

    Nun zeigt sich das, was in diesem Blog schon vorher recht offensichtlich war.
    Linke Studenten,die neben ihren sonstigen geistigen Unfug, auch noch zur Wahl der Spd oder Grünen aufrufen.
    (natürlich „für den Communismus!“).

  9. Gravatar Icon 9 Thiel Schweiger 15. März 2012 um 13:47 Uhr

    Peter Feldmann hat übrigens sogar, wie ich gestern beim Kneipenabend erfahren habe, dem IVI einen persönlichen Besuch abgestattet, mit den Leuten geredet und sich wohl recht wohlwollend zum IVI geäußert.

    Naja, ihr bevorzugt offensichtlich eher die harte Tour. Viel Erfolg. Ich kann nur sagen: ich stamme aus Bayern und ich weiß, wie es sich auf den unmittelbaren Alltag und die politische Praxis auswirkt, wenn der rechte Flügel der Union an der Macht ist. Mit Geldern für „alternative kulturelle Projekte“ und anderen Nettigkeiten ist dann tendenziell nix mehr. Aber ihr schreit ja förmlich nach dem Polizeiknüppel.

    (Dementsprechend werde ich in Zukunft auch mal wieder den Rhein machen und solche dämlichen Kommentare wie die obigen auch nicht mehr freischalten. Ich finde es ja immer wieder interessant zu erfahren, was die Leute so von mir denken, aber irgendwann wird es einfach ein wenig zu projektiv.)

  10. Gravatar Icon 10 Prozion Frankfurt 21. März 2012 um 22:13 Uhr
  11. Gravatar Icon 11 Thiel Schweiger 23. März 2012 um 16:53 Uhr

    Nun ja – wenns nur um Israelsolidarität geht: Feldmann ist Jude, hat den „Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten“ gegründet und hat einige Zeit in Israel gelebt. „Er bezeichnet sich selbst als jüdisch-liberal“ (wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Feldmann).
    Aber es gibt ja auch andere Themen.

  12. Gravatar Icon 12 Thiel Schweiger 25. März 2012 um 22:07 Uhr

    Hehe, ihr Pappnasen. Feldmann did it!!! <:-p

    Jetzt gilt es natürlich abzuwarten, ob er die in ihn gesetzten Hoffnungen auch erfüllt. Ich warte da mal einfach ab und freue mich ein wenig über Boris‘ Scheitern. :)>-

  13. Gravatar Icon 13 neo 28. März 2012 um 5:34 Uhr

    Politisch bin ich mit diesem Blog nicht mehr einverstanden. Zur Wahl der SPD ruft man seit 1919 ganz einfach nicht auf. Man plädiert in Deutschland seit 1933 überhaupt für gar keine Wahl mehr! Das gehört sich ganz einfach nicht und „C(K)ommunisten“ und „Linksradikale“ die sich für diese bitter notwendige Abstinenz von der „Realpolitik“, nicht selber in 30 Sekunden 10 zwingende Gründe ausdenken können, denen ist nicht mehr zu helfen. Weil ich diese Verlotterung der Sitten auch unter „Antideutschen“ nicht mitmache und diesen herkömmlichen Weg nicht mitgehe, verlasse ich lavache und schreibe in Zukunft auf meinem eigenen Blog, wenn mich der Schuh drückt und ich das Bedürfnis verspüre mich irgendwie mitzuteilen. Ich nutze die Gelegenheit zur Veränderung und nehme in Zukunft von allzu populären Themen und dem Krawall an dem sich die Bloggermeute ergötzen kann Abstand. „Politisches“ und theoretisierendes gibts weiterhin beim großen thier und bei nc.
    Danke für die Aufmerksamkeit.

  14. Gravatar Icon 14 Thiel Schweiger 28. März 2012 um 12:56 Uhr

    Okay, Du hast es mir ja persönlich schon vor längerem gesagt, nun ist es offiziell. Ich werde deinen neuen Blog beobachten und wünsche dir viel Erfolg. Evtl. folgt auch trotzallem eine Verlinkung.

    Hau rein!

  15. Gravatar Icon 15 Dialektiker 30. März 2012 um 18:05 Uhr

    Hm, neo fürchtet sich wohl vor dem eigenen Umschlag seiner ultraradikalen Position in konformistischen Reformismus – wenn man weiß, dass ohnehin alles Scheiße ist, kann man sich ja gerne der kleineren Scheiße an den Hals werfen – das edle Bewusstsein der eigenen Gesinnungsradikalität bleibt unangetastet.
    Thiel Schweiger zieht so eigentlich nur die Konsequenz einer Geisteshaltung, die in Frankfurt im tpl-/nc-Kreis schon seit längerem gehegt und gepflegt wird – und die, wie bei solchen Ringern um die ultimative Wahrheit wohl üblich, nun in einem amüsanten Schauspiel der gegenseitigen Selbstzerfleischung mündet.
    Er hat wohl eingesehen, dass die Haltung, als Avantgarde einer rundherum verkommenen und verlogenen Welt entgegenzustehen, der man nur in den reinsten, abstraktesten Gedanken entfliehen kann, zu nichts führt als als Ausrede für das eigene Nicht-Handeln und als Religionsersatz zu dienen. Insofern habe ich Respekt vor ihm: er unternimmt es nun endlich, verantwortungsvoll in die Praxis zu gehen und das Ghetto der schönsten Seelen zu verlassen. Natürlich unterliegt seine Praxis, wie jede, der Fehlbarkeit. Es gibt schlicht keine richtige und falsche Politik – jede politische Entscheidung ist willkürlich und wer das leugnet, hat von Politik keine Ahnung. Wer die Gefahren einer klaren Stellungnahme im Handgemenge scheut, soll nur weiter in seinen Lesekreisen versauern und darauf warten, dass von irgendwoher (niemand weiß woher) die Erleuchtung oder der Messias kommt.
    Die so von Praxis, d.h. von Verantwortung und Freiheit, abgeschottete und sie fliehende Theorie verkümmert natürlich auch immanent. Man ist es doch satt, das ewige gebetsmühlenartige Gelabere darum, dass die Praxis von klugen Hirnen erst nach 50-jähriger Lektüre der „Klassiker“ neu erfunden werden muss. Wenn das das Resultat all der jahrzehntelangen Aufopferung sein soll, kann man es auch gleich sein lassen, diesen schmalen Pfad überhaupt erst zu betreten – dann doch lieber gleich ab ins Privatleben, man lebt schließlich nur einmal. Schon vielsagend, dass diese simple Binsenweisheit nicht mal Leute kapieren, die jahrelang Freud studiert haben – die Neurosen wuchern dabei tragikomisch weiter und wirken sich bei jedem (vorprogrammierten) zwischenmenschlichen Scheitern lächerlicher aus.
    Wir brauchen solche avantgardistische Predigerdenkweise nicht länger.

    Naja, Du neo schließt dich wenigstens nicht der in den erlesenen Höhen der lichten Theorie verbreiteten Kunst (und damit Freiheit- und Lebens-)feindlichkeit an – ich fand deine ersten beiden Blogbeiträge auf deinem neuen Blog sehr gelungen.

    Schluss mit der abstrakten Theorie, hinein in die Kunst und die Praxis! Wir brauchen keine grauen Herrn!

  16. Gravatar Icon 16 Thiel Schweiger 30. März 2012 um 20:22 Uhr

    Holla, das ist ja ne deftige Polemik. Aber ich lasse sie mal so stehen, da ich ihr größtenteils zustimme.

  17. Gravatar Icon 17 LW 31. März 2012 um 15:28 Uhr

    „…er unternimmt es nun endlich, verantwortungsvoll in die Praxis zu gehen und das Ghetto der schönsten Seelen zu verlassen.“

    Indem er zur Wahl der SPD aufruft, weil diese ihm weiterhin das Versumpfen in staatlich geförderten, kollektivistischen Underground-Ohnmachtsassoziationen, die, wie das IVI, blanken Idealismus kultivieren, ermöglicht? LOL!

  18. Gravatar Icon 18 Materialist 31. März 2012 um 22:54 Uhr

    Sehr richtig, Genosse!

    Den praktischen Idealismus sieht man ja bereits in der Unordnung des IVI: nur ein Idealist schätzt keine geordneten materiellen Verhältnisse, sondern zieht den Schimmel, die kaputten Decken und die Müllberge vor.
    Klar, dass das individualanarchistische Gesocks hier dieses Drecklock abfeiert und sich darin wie zu Hause fühlt. Ich will nicht wissen, wie es bei diesen Leute zu Hause aussieht!

    Insofern sehe ich die zu erwartende Einflussnahme der SPD eher positiv. Die Genossen werden diesen versifften Alkoholikern, der Ansammlung des übelsten Abfalls aus Lumpenproletariat, lumpenproletarisierten freischwebenden Nachwuchs-Intellektuellen und Exzentrikclowns die Flausen schon austreiben. Die schreien doch förmlich nach Mama Uni und Papa Peter! Ansonsten sehe ich wirklich schwarz für die Revolution.

    (Magnus Klaue ist hier im übrigen völlig recht zu geben: die Pubertierenden sind immer die Reaktionärsten!)

  19. Gravatar Icon 19 berti 12. April 2012 um 21:05 Uhr

    Hallo ich bin neu hier und finde das alles ja sehr interessant, was hier so geschrieben wird. allerdings kenn ich mich nicht so gut aus mit Geschichte und wüsste gerne, warum man „Zur Wahl der SPD ruft man seit 1919 ganz einfach nicht“ mehr aufruft?

  20. Gravatar Icon 20 LW 16. April 2012 um 20:53 Uhr

    @berti:

    „Mit der blutigen Niederschlagung des Spartakusaufstandes und der Münchner Räterepublik durch von Gustav Noske um den Jahreswechsel 1918/19 rekrutierte rechtsnationalistische Freikorps bis Mitte 1919 setzten sich die Mehrheitssozialdemokraten durch. Dabei erhielt der spätere erste Reichswehrminister der Weimarer Republik Gustav Noske den Beinamen „Bluthund“, den er sich im Grunde selber gab, als er bei der Anforderung, die Revolution niederzuschlagen, sagte: „Einer muss den Bluthund abgeben“. Unter seiner politischen Verantwortung standen zahlreiche Morde, die von den Freikorps an vielen bekannten und unbekannten auch vermeintlichen Revolutionären begangen wurden, darunter der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919, ausgeführt von Freikorpssoldaten unter Führung von Waldemar Pabst.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#1914_bis_1919:_Erster_Weltkrieg.2C_Spaltung.2C_Novemberrevolution

    Vgl. dazu auch Stalins richtiges Diktum, dass die Sozialdemokratie der Hauptfeind der Kommunisten sei: http://www.wissen.de/lexikon/hauptfeind-sozialfaschisten

  21. Gravatar Icon 21 earendil 17. April 2012 um 9:24 Uhr

    Sich in die Niederungen der Realpolitik zu begeben oder sich gar mit einer Wahlempfehlung für einen Sozen die Hände schmutzig gemacht zu haben ist echt der blödeste Vorwurf, den man diesem Blog machen kann.

    @LW: Wer, wie Stalin Mitte 1941, seinen tatsächlichen Hauptfeind nicht mal dann erkennt, wenn der ihm die Feindschaft so brutal wie nur irgend möglich aufs Auge drückt, dessen Expertisen zum Hauptfeind kann man getrost zum Arschabwischen benutzen.

  22. Gravatar Icon 22 LW 17. April 2012 um 11:25 Uhr

    „Sich in die Niederungen der Realpolitik zu begeben oder sich gar mit einer Wahlempfehlung für einen Sozen die Hände schmutzig gemacht zu haben ist echt der blödeste Vorwurf, den man diesem Blog machen kann.“

    Eben. Deswegen beteilige ich mich an diesem Vorwurf auch nicht, denn mit Realität hattet Ihr Spinner noch nie was am Hut. Davon zeugt dann auch folgerichtig die Behauptung, Stalin hätte den Faschismus Anfang der 40er nicht als temporären Hauptfeind betrachtet – ganz so, als hätte er ihn nicht mal eben platt gemacht. So geht commünistsiche Geschichtsfälschung.

    Viel Spaß noch in Neu-Irrealistan-Kritikistan-Utopia.

  23. Gravatar Icon 23 Thiel Schweiger 17. April 2012 um 13:08 Uhr

    Achso, und der Hitler-Stalin-Pakt ist auch nur so eine bürgerliche Geschichtsfälschung. *lol*

    Ohne die amerikanische Hilfe wäre die rote Armee doch niemals auf die Beine gekommen!

    Sie Sozialfaschismusthese und ihre praktische Anwendung ist eine der Gründe, warum 6 Millionen Juden verreckt sind. Wie viele noch? ’33 war die SPD die einzige Partei außer der KPD, die sich offensiv gegen Hitler gestellt hat.*
    Die KP’s Europas haben nach dem Hitler-Stalin-Pakt alle auf Weisung Moskaus den „Antifaschismus“ sein lassen und stattdessen lieber zusammen mit den Nazis gegen das „Großkapital“ gewettert.

    Dann doch lieber Volks- bzw. Einheitsfront als Querfront!
    (Ohne die Verdienste der Roten Armee nach dem Überfall Hitlers schmälern zu wollen.)

    (Von Stalins eigenem Antisemitismus und National-Sozialismus [der „große vaterländische Krieg“ / Ersetzung der „Internationale“ als Hymne der SU durch das „Lied vom Vaterland“ etc.] sei an dieser Stelle noch garnicht gesprochen.)

    * Ich finde es freilich eh Blödsinn, derart aus der Geschichte Bewertungen der heutigen Situation abzuleiten. Die Sache ist wirklich komplexer.

  24. Gravatar Icon 24 LW 17. April 2012 um 21:11 Uhr

    „Achso, und der Hitler-Stalin-Pakt ist auch nur so eine bürgerliche Geschichtsfälschung. *lol*“

    Ja, ist er, Du antikommunistisches Arschloch. Das Ding hieß „Nichtangriffs-Vertrag“, und zwar zwischen der Sowjetunion und Deutschland, und jeder, der einigermaßen bei Vernunft und informiert ist, weiß, dass dieser notwendig war, Millionen Menschen das Leben gerettet hat, und letztlich zum Sieg der SU über die Nazis geführt hat. Ihr elenden linksradikalen Idealisten nutzt echt noch die bescheuertste Nazipropaganda für Eure erbärmlichen Zwecke.

    „Ohne die amerikanische Hilfe wäre die rote Armee doch niemals auf die Beine gekommen!“

    Wenn es nach sozialrevolutionärem Scheissgesindel wie Dir ginge, hätte es doch noch nichtmal eine Rote Armee gegeben. Dass US-Army und CIA bis zum Zeitpunkt dieses Vertrages auch gerne mal mit der SS kooperiert haben, lässt Du Freiheitsfreund natürlich auch mal gleich hintern Tich fallen. Die schöne Propagandawelt der postmodernen Ideologiekritikdeppen – aber immerhin einwandfrei auswendig gelernt.

    „Sie Sozialfaschismusthese und ihre praktische Anwendung ist eine der Gründe, warum 6 Millionen Juden verreckt sind.“

    Aha: Stalin war also am deutschen Nationalsozialismus und dem Holocaust Schuld. Guten Abend, Herr Knopp. (Auch die 4 lächerlichen Pennälerfehler in diesem einen Satz machen einem Analphabeten wie Dir alle Ehre.)

    „Von Stalins eigenem Antisemitismus…“

    Antisemitismus als Eigentum? Hatte er da etwa auch das Monopol drauf? Quellen und Belege sind natürlich auch hier Fehlanzeige (vielleicht mal bei den Herren Gauck oder Knabe nachfragen, die helfen Euch Jungliberalen bestimmt).

    „Ich finde es freilich eh Blödsinn, derart aus der Geschichte Bewertungen der heutigen Situation abzuleiten.“

    Jo, es ist eh ALLES Blödsinn, was Du dir so zusammentextest.

    Der SPD-Wahlaufruf auf diesem Blog war vollkommen folgerichtig. Ihr seid die Arschlöcher, die der Bolschewismus für immer bekämpfen wird. Wundert Euch nicht.

  25. Gravatar Icon 25 Thiel Schweiger 18. April 2012 um 2:17 Uhr

    Oh je, die Rechtschreibfehler sind mir wirklich ein wenig peinlich. :-?

    Lies mal das Stalinismuskapitel in Zizeks (den Du ja so schätzt) neustem Buch.

  26. Gravatar Icon 26 LW 18. April 2012 um 14:16 Uhr

    Thiel, Du Horst: Zizek hat momentan mindestens DREI „neue“ Bücher allein auf dem deutschen Markt und wenn Du davon mal was gelesen hättest, wüsstest Du, das er alles mögliche schreibt, wenn der Tag lang ist und die Eier dick sind, unter anderem wird in ein und demselben Buch meistens auch noch das Gegenteil von irgendeinem Palaver aus dem vorigen Kapitel behauptet, um damit Canaillen wie Dich schön weiter in ihre allgemeine Verwirrtheit zu stoßen.

    Ansonsten ist es mir ziemlich wurscht, was Zizek so in Büchern schreibt, die außer Studentenwichsern eh niemand liest, solange er im TV dem Mob Angst vor dem Stalinismus macht, was er hinlänglich getan hat und anhaltend tut. Deine verblödeten Projektionen, ich würde Zizek doch „so schätzen“, wo ich ihn lediglich zwei oder drei Mal – zur Illustration irgendwelcher Sachverhalte – kurz ERWÄHNT habe, kannst Du dir übrigens auch sparen: nicht jeder ist so blöd wie Du und geht sofort eine identitär-libidinöse Beziehung ein zu einem Autor und irgendeinen Kram, den er mal geschrieben hat. (Aber es ist nur logisch, dass Du Dir, wenn Du Dich gegen mich wenden willst, immer irgendwelche Pappkameraden basteln musst, denen ich angeblich huldige, damit Du einen Punkt machen kannst – meinen Auffassungen hingegen hast Du noch nie etwas entgegenzusetzen gehabt, siehe oben.)

    Windmühlenfechterei ist das, was Du betreibst, sonst nichts.

    PS: Grammatik- und Zeichensetzungsfehler sind keine „Rechtschreibfehler“; Thiel. Das hättest Du Depp gern, dass Du dich auf Legasthenie rausreden könntest, wo doch schlicht Hirnlosigkeit die Ursache ist.

  27. Gravatar Icon 27 Thiel Schweiger 18. April 2012 um 14:48 Uhr

    „wüsstest Du, das er alles mögliche schreibt“

    Heißt es nicht „dass“?

    „irgendeinen Kram“

    Dativ und Akkusativ zu unterscheiden liegt dir wohl auch nicht so.

    ***

    Du bist echt schon ganz schön peinlich, Lyzis.

    Übrigens habe ich wohl zu keinem Autoren eine derart wahnhafte libidinöse Bindung wie Du offensichtlich zum nach Hitler größten Schwein des 20. Jahrhunderts wie Du. Da empfehle ich wirklich mal nen Therapeuten.
    Und „Pappkameraden“ brauche ich bei dir da wirklich nicht – wer heute ernsthaft Stalin mit einer Entschlossenheit verteidigt, mit der Du es tust, braucht im Grunde überhaupt nicht groß kritisiert zu werden, sondern diskreditiert sich von selbst.

    ***

    Herr Neunmalklug:

    Wie klar zu ersehen ist, sind im Jahr 2011 drei Bücher von Zizek auf Deutsch erschienen:

    https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Woe%3D104308281&method=simpleSearch

    Gut – „Die bösen Geister des himmlischen Bereichs“ und „Willkommen in interessanten Zeiten“, auf ersteres bezog ich mich, sind gleichzeitig (im Oktober) erschienen. Geschenkt.

    ***

    Tut mir leid, dass ich in dieser Diskussion alles so flüchtig hintippe und mir dabei der eine oder andere Fehler unterläuft. Wie Du ja selbst irgendwann mal sinngemäß geschrieben hast (korrigiere mich, wenn ich mich täusche): „Den Gegner kritisieren heißt ihn wertschätzen.“ Ich sehe nicht, warum ich mir bei Dir da große Mühe machen sollte.

  28. Gravatar Icon 28 LW 18. April 2012 um 15:31 Uhr

    „Du bist echt schon ganz schön peinlich, Lyzis.“

    Wenn ich bei antikommunistischen Schweinen wie Dir als peinlich gelte, ist das für mich eine Auszeichnung. Mir sind – im Ggs. zu Dir – Vertipper nicht peinlich.

    „Übrigens habe ich wohl zu keinem Autoren eine derart wahnhafte libidinöse Bindung wie Du offensichtlich zum nach Hitler größten Schwein des 20. Jahrhunderts wie Du.“

    Und wieder: Projektion. Du kannst Bolschewismus nicht von der Person Stalin unterscheiden. Dazu ordinärster bürgerlicher Antikommunismus, Naziverharmlosung und der übliche Liberalistenscheissdreck. Arme Sau.

    „Da empfehle ich wirklich mal nen Therapeuten.“

    Da bist Du schon der 666. Was aber, wenn der Therapeut selber überzeugter Stalinist ist? Darüber mal nachgedacht? Das würde doch in einer globalen Katastrophe enden, DU MENSCHENVERACHTENDES MONSTER!!

    „Tut mir leid, dass ich in dieser Diskussion alles so flüchtig hintippe und mir dabei der eine oder andere Fehler unterläuft. Wie Du ja selbst irgendwann mal sinngemäß geschrieben hast (korrigiere mich, wenn ich mich täusche): „Den Gegner kritisieren heißt ihn wertschätzen.“ Ich sehe nicht, warum ich mir bei Dir da große Mühe machen sollte.“

    Dasselbe gilt für mich (ausser, dass es mir nicht leidtut). Ich werde in dieser lavache-Elendsgosse sicherlich nicht noch meine Perlen vor Euch Säue werfen. Fresst doch weiterhin den Frankfurter Kritikdreck.

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